Tipps und Tricks: Blumenzwiebeln setzen

Frühes Gärtnern fängt die Blütenpracht. Oder so ähnlich. Wie dem auch sei: In jedem Fall ist der Herbst genau der richtige Zeitpunkt, um Zwiebelblüher wie Schneeglöckchen, Narzissen, Hyazinthen und Co. zu pflanzen – damit es im nächsten Frühling schon möglichst viele Farbtupfer im erwachenden Garten gibt.

Dabei sollte man beim Einkauf auf hochwertiges Pflanzmaterial achten. Was heißt: Lieber keine Billigmischungen, sondern Einzelknollen. Zudem feste, nicht schimmlige Zwiebeln nehmen, die noch nicht ausgetrieben sind. Und schließlich von einer Art lieber größere als kleinere Knollen auswählen – die Pflanzen werden dann in der Regel kräftiger.

Bei der Standortwahl ist darauf zu achten, dass es die meisten Zwiebelblüher offen und sonnig mögen. Sie wirken auch sehr dekorativ unter Gehölzen, doch Achtung: Hier nur Laubgewächse wählen, damit in der Wachstumsphase von Krokus und Co. genug Licht auf den Boden fällt.

Daneben sind natürlich die eigenen Vorstellungen entscheidend: Wo soll es wann in welcher Farbe blühen? Angesichts der schier unendlichen Kombinationsmöglichkeiten hat man hier die Qual der Wahl: Der gelbe Winterling erblüht schon im Januar, das Schneeglöckchen von Februar bis März, kurz darauf erscheint der Märzenbecher. Die ebenfalls von März bis April blühenden Krokusse gibt es in weiß, blau und gelb, noch breiter ist das Farbspektrum bei Narzissen, Tulpen sowie den kräftig duftenden Hyazinthen. Die gefleckte Schachbrettblume ist ein echter Hingucker von April bis Mai, etwas später blühen hoch wachsende „Zwiebel-Exoten“ wie die Blaue Prärielilie, der Riesen-Zierlauch oder die recht empfindliche Steppenkerze.

Ganz allgemein empfiehlt es sich, Blumenzwiebeln in Gruppen zu setzen – sieht später einfach schöner aus. Plant man, sie im Rasen zu pflanzen (was am besten bei Narzissen und Krokussen gelingt), hat das zudem den Vorteil, dass man um sie herum mähen kann. Denn prinzipiell sollten die Laubblätter so lange an den Pflanzen verbleiben, bis sie komplett verwelkt sind – liefern sie bis dahin doch lebenswichtige Energie.

Und es gibt eine weitere Faustregel: Man pflanzt eine Zwiebel gut doppelt so tief wie sie hoch ist. Außerdem ist bei lehmigen oder tonigen Böden eine Drainageschicht sinnvoll, um Staunässe und damit Fäulnisgefahr zu verhindern. Sind Wühlmäuse ein Problem im Garten, sollten die Zwiebeln in einem Draht- oder Plastikkorb ausgebracht werden. Sie werden dann nicht so leicht angeknabbert.

Ansonsten: Zwiebeln mit der Spitze nach oben einsetzen, möglichst humusreiche Erde darüber, leicht andrücken und gut angießen – fertig! Bei manchen Arten, v.a. Krokussen, besteht die Chance, dass sie verwildern und sich selbständig über Brutknollen, mitunter auch durch Aussamung von selbst verbreiten. Hierfür sollten man die Pflanzungen aber über Jahre in Ruhe lassen.

Also: Lassen Sie Ihre Gestaltungsideen fließen! Und sollten Sie dabei oder der Umsetzung jemanden brauchen, der Ihnen mit Rat und Tat zur Seite steht: Sprechen Sie uns gern an!

Pflanze des Monats (09/18): Heidekraut

Wenn die meisten Pflanzen ihre Blütezeit schon hinter sich haben, legt sie erst los: Die Besenheide. Als Charakterart der hiesigen Heidelandschaften, ganz markant etwa im Westen Lüneburgs, ist sie bekannt und beliebt – und zwar auch bei vielen Gärtnerinnen und Gärtnern.

Doch es gibt noch eine ganze Reihe weiterer Heidekrautgewächse, die sich vortrefflich als Zierpflanzen eignen. Die gleichnamige Familie umfasst neben der Besenheide, einzige Vertreterin der Gattung Calluna, auch die ebenfalls populäre Gattung Erica mit etwa 860 Spezies. Darunter befinden sich Sommer- wie Winterheiden, was es ermöglicht, quasi das gesamte Jahr lang Heideblüten im eigenen Garten zu haben – und zwar von Weiß über Rosa und Rot bis Purpur und Lila.

Einige Arten und Sorten seien hier hervorgehoben. Zum Beispiel die Knospenheide, eine Zuchtform der Besenheide: Ihre Blüten verharren, nomen est omen, im Knospenstadium, wobei die Kelchblätter bis in den Winter eine Schutzhülle bilden – weswegen es so aussieht, als würde sie auch dann noch blühen. Die Schneeheide zeichnet ebenfalls so manchen Farbtupfer in die Wintertristesse: Die beliebte Zierpflanze erblüht von Januar bis April und ist damit nicht nur eine willkommene Augen-, sondern auch wichtige frühe Bienenweide. Eine weitere zeitig blühende Art ist die Baumheide. Doch Obacht: Die bis zu sechs Meter (!) hoch wachsende Art stammt aus dem Mittelmeerraum und ist damit frostempfindlich. Die Grauheide wiederum ist eine Pflanze des Frühsommers und -herbstes und in dieser Zeit übersät von Blüten in zahlreichen Rosa-Tönen.

Aber ganz gleich, für welche Heidekräuter man sich entscheidet: Trotz der Unterschiede mögen sie fast alle saure und sandige, nicht zu nährstoffreiche Böden. Zudem sollten die Pflanzen nie austrocknen, weswegen in Trockenperioden (und zwar auch im Winter) ausreichende Feuchtigkeit wichtig ist – sei es durch Bewässerung oder eine schützende Mulchschicht.

Am schönsten wirken Heidekräuter gemeinsam. Am besten pflanzt man sie deshalb im Frühjahr oder im Herbst in Gruppen und möglichst flächig. Wer viel Platz hat, kann angesichts der Sortenvielfalt abwechslungsreiche Heidelandschaften kreieren, bei Bedarf mit attraktiven Einzelelementen wie Hügeln, Steinen oder Wurzeln. Auch Kombinationen mit Zwergkiefern, Wacholder und Gräsern sind reizvoll, zudem harmonieren Heidekräuter aufgrund ähnlicher Ansprüche mit Rhododendren, Heidelbeeren und Azaleen.

Wenn Sie bei Ihren Gestaltungswünschen Unterstützung benötigen: Wir helfen sehr gern! Sprechen Sie uns einfach an.

Tipps und Tricks: Immergrüne Gehölze umsetzen

Der Rhododendron kümmert, die Eibe wird zu groß, und die Stechpalme würde sich in einem anderen Teil des Gartens doch besser machen. Eine Lösung für diese Probleme: Umsetzen! Im Falle immergrüner Gehölze ist der Herbst dafür die beste Jahreszeit. Zum einen stellen die Pflanzen ab September ihr Längenwachstum ein, sind zugleich aber in der Lage, bis zum Winter noch genug Wurzeln zu bilden. Zum anderen ist im Herbst die Wahrscheinlichkeit von Niederschlägen höher – und gerade umgepflanzte Gehölze brauchen eine ausreichende Wasserversorgung.

Eine weitere Grundregel lautet: Je jünger das Gehölz, desto einfacher und schonender lässt es sich umpflanzen. Ältere Exemplare sind nur schwer zu handhaben, außerdem haben sie in der Regel ein weit verzweigtes Wurzelsystem ausgebildet. Schäden sind da kaum vermeidbar sind, weswegen es lange dauern kann, bis sich die Pflanzen am neuen Standort erholen und kahle Stellen oder Verfärbungen verschwinden.

In den Wochen vor der geplanten Umsetzung empfiehlt es sich, den Boden unter der Pflanze alle paar Tage gut zu durchfeuchten. So kann die Pflanze Wasserreserven anlegen, außerdem gestaltet sich das spätere Ausgraben leichter. Außerdem sollte man sich über einen geeigneten neuen Standort Gedanken machen. Rhododendren etwa brauchen lichten Schatten bis Halbschatten, außerdem kalkfreie, saure, lockere und nährstoffreiche Böden ohne Staunässe. Sehr gut machen sie sich daher in Nachbarschaft von schattenwerfenden Laubbäumen.

Koniferen wie Eiben, aber auch Tannen, Lärchen, Fichten, Wacholder und die als Hecken sehr beliebten Lebensbäume (Thujen) haben keine besonderen Bodenansprüche, mögen es aber nicht zu trocken sowie hell und windgeschützt. Ähnlich sieht es bei der Stechpalme aus, die jedoch auf ein Umsetzen recht empfindlich reagiert. Daher sollte man ältere Exemplare im Zweifel lieber stehen lassen.

Steht der neue Standort fest, kann es mit dem Umpflanzen losgehen. Hierfür sticht man mit dem Spaten rund um den Gehölzstamm einen Wurzelballen aus, wobei die richtige Balance wichtig ist: Der Ballen sollte groß genug sein, um den Verlust an Feinwurzeln möglichst gering zu halten, aber natürlich nicht derart ausladend, dass man die Pflanze nicht mehr vom Fleck bekommt.

Das Pflanzloch am neuen Standort wiederum sollte mindestens doppelt so groß sein wie der Wurzelballen. Im Fall von Rhododendren wird es, so die Bodenverhältnisse (noch) nicht stimmen, mit Spezialerde aufgefüllt, bei sehr lehmigen Böden lässt sich auch eine Drainage mit Kies anlegen. Bei Koniferen wiederum empfiehlt es sich, das Pflanzloch mit Kompost oder Rindenhumus anzureichern, außerdem sollte ein Stützpfahl Platz finden.

Ist das Gehölz dann gepflanzt, muss es ordentlich gewässert werden – und zwar auch in den kommenden Wochen, sofern die Niederschläge hierfür nicht ausreichen. Gerade bei Rhododendren ist es zudem sinnvoll, den Boden unter der Pflanze mit Hornspänen zu düngen und eine Mulchschicht aufzubringen. Am besten eignen sich hierfür Eichenlaub oder Nadeln, deren Gerbsäure im Zeitablauf gute Bodenverhältnisse schafft. Ohnehin empfiehlt es sich, Laub unter Rhododendren liegen zu lassen, baut sich so doch über die Zeit eine natürliche Humusschicht auf, von der die flachwurzelnden Gehölze zehren können.

Natürlich unterstützen wir Sie sehr gern bei Ihren Umpflanzprojekten. Sprechen Sie uns bei Bedarf einfach an!

Tipps und Tricks: Erdbeeren pflanzen

Erdbeeren zählen zu den fünf beliebtesten Obstsorten der Deutschen: Rund drei Kilo der roten Früchte verzehrt jeder Bundesbürger pro Kopf und Jahr. Wie passend ist es da, dass der August jener Monat ist, der für das Anlegen von Erdbeerbeeten am besten geeignet ist.

Klar, man kann die zu den Rosengewächsen zählenden Pflanzen auch im Frühjahr ausbringen. Macht man dies aber erst im Sommer, können sie bis zum nächsten Jahr besser anwurzeln, was größere Erträge nach sich zieht.

Für ein Erdbeerbeet besorgt man sich entweder fertige Topfpflanzen oder verwendet Ableger bestehender Exemplare, die jedoch schon einige Wurzeln und kräftige Blätter haben sollten. Am besten geeignet ist zudem ein sonniger und windgeschützter Platz, der in den Jahren zuvor noch keine Erdbeeren beherbergt haben sollte. Stattdessen ist ein Standort ideal, an dem Gründüngungspflanzen wie Bohnen, Lupinen oder Klee standen, weil diese den Boden bereits mit Stickstoff angereichert sowie gut belüftet haben. Alternativ kann man das Erdreich händisch umgraben und Humus oder Hornmehl untermischen, am besten bereits einige Wochen vorher.

Für die Pflanzung selbst ist folgendes zu beachten: Die Löcher so tief gestalten, dass die Wurzeln ausreichend Platz haben, zugleich aber so flach, dass die Mittelknospe über Erdniveau liegt. Der Abstand zwischen den Pflanzen sollte 30, zwischen den Reihen 60 Zentimeter betragen.

Dabei lässt es sich fleißig kombinieren: Die Erdbeersorten „Polka“, „Sengana“ oder „Elsanta“ bilden ihre süßen Früchte früh bis mittelfrüh aus. „Symphony“ oder „Salsa“ sind später dran, während „Ostara“ oder „Sweetheart“ sogar mehrmals im Jahr Früchte tragen. Zudem gibt es bodendeckende oder rankende Sorten, mit denen sich Erdbeerbeete in die Breite und/oder Höhe ziehen lassen.

In jedem Fall ist darauf zu achten, die Pflanzen nach dem Einsetzen gut anzugießen. Anschließend nur sparsam Wasser zuführen – und zwar von unten und am besten morgens, um Mehltau vorzubeugen. Für den Fall erster Blüten oder Ableger sollte man diese entfernen, denn das spart der Pflanze Kraft. Zudem können ältere Blätter noch im Herbst weggeschnitten werden, um Pilzkrankheiten vorzubeugen – dabei aber nicht den inneren Kranz beschädigen!

Wir wünschen jedenfalls viel Vergnügen und Experimentierfreude! Und sollten Sie dabei Unterstützung brauchen: Sprechen Sie uns gern an!

Pflanze des Monats (08/18): Die Kornblume

Nicht nur aufgrund ihres herrlichen Himmelblaus ist die Kornblume ein geradezu sagenhaftes Gewächs. So soll der Zentaure Chiron mit ihrer Hilfe den wunden Fuß des Achilles‘ geheilt haben – ein Umstand, den ihr wissenschaftlicher Artenname Centaurea cyanus bis heute wiederspiegelt.

Doch ganz gleich, ob man diese Legende aus dem alten Griechenland nun glauben mag oder nicht: In jedem Fall verweist sie auf den Ursprung der Kornblume. Denn sie ist im östlichen Mittelmeerraum beheimatet und verbreitete sich vermutlich über Getreide-Saatgut in ganz Mitteleuropa. Auch auf hiesigen Äckern war sie einst ein häufiges Beikraut und begeisterte Kaiser Wilhelm I. dermaßen, dass er sie zu seiner Lieblingspflanze erklärte – und damit einen regelrechten Kornblumen-Hype auslüste.

Inzwischen ist die Art in freier Wildbahn durch hohen Dünger- und Pestizideinsatz stark zurückgegangen. Trotzdem ist sie aufgrund ihrer schlichten Schönheit nach wie vor beliebt – und dank ihrer Blütezeit von Juni bis September ein hervorragender Sommer-Gartenschmuck.

Kornblumen werden etwa 40 bis 80 Zentimeter hoch. Von Natur aus sind ihre Blüten blau, es gibt jedoch auch weiße, rosa, rote oder violette (Zucht-)Sorten. Die einjährigen Pflanzen benötigen einen sonnigen Standort mit durchlässigem und nicht allzu nährstoffreichem Boden, sind ansonsten aber sehr unkompliziert.

Sie werden per Aussaat von März bis Mai ausgebracht, wobei mehrere Termine die Blühdauer im Beet verlängern – ebenso wie das Abschneiden alter Blütenstände, das die Pflanze zur Bildung weiterer Blüten anregt. Wer in einer warmen Gegend zu Hause ist, kann die Samen auch im Frühherbst des Vorjahrs aussäen, um sich schon im Mai an den Blüten des „Körbchenblumentyps“ erfreuen zu können.

Sehr gut lassen sich die bei Bienen, Hummeln und Schmetterlingen begehrten Pflanzen mit Margeriten, Mohn, Malven oder Ringelblumen zu einer farbintensiven Blumenwiese kombinieren – die man sich in Form eines selbst gepflückten Strauß‘ sogar ins Wohnzimmer holen kann.

Und übrigens: Sollten Sie bei Ihren „Wiesenideen“ Hilfe benötigen – sprechen Sie uns sehr gern an!

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