Gartenpflege: Pflanzen Überwintern

Die kühleren Jahreszeiten rücken spürbar näher. Wir holen langsam die Wintermäntel aus dem Dachboden und bereiten uns mental darauf vor, morgens das Haus noch bei Dunkelheit zu verlassen. Auch Ihre Pflanzen müssen auf den Winter vorbereitet werden. Es ist langsam Zeit, Ihre kälteempfindlichen Pflanzen zu schützen, sie ins Haus zu holen oder sie draußen vor starken Kälteeinflüssen zu bewahren, damit auch im nächsten Jahr ihre Triebe und Blüten erwachen.

Kübelpflanzen wie Bougainvillea, Engelstrompeten, Fuchsien, Oleander oder Hibiskus überwintern idealerweise in Räumen mit Tageslicht bei eher kühlen Temperaturen von etwa 10 bis 18°C. Einige Kübelpflanzen wie beispielsweise Buchsbaum, Bambus oder Kirschlorbeer, können auch draußen im Garten überwintern.

Laubabwerfende Pflanzen überwintern auch bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt in einem dunklen Winterquartier. Vor dem Einzug empfiehlt es sich vertrocknete Blätter und Unkraut zu entfernen. Gedüngt sollten die Pflanzen zum Winter hin nicht mehr werden, damit sie Gelegenheit haben der Natur entsprechend ruhen zu können. Durch die niedrigen Temperaturen ist das Pflanzenwachstum gehemmt.

Sobald die Pflanzen ihr Winterquartier erreicht haben, empfiehlt es sich hin und wieder die Pflanzen nach Schädlingen zu kontrollieren. Schmier-, und Wollläuse könnten sich sonst unbemerkt vermehren und ihre Pflanzen schwächen. Schädlinge wie Spinnmilben verbreiten sich eher in trockenen, warmen Räumen. Eine Schale mit Wasser in der Nähe der Pflanzen aufzustellen reicht in der Regel aus um die Luftfeuchte leicht zu erhöhen.

Für alle anderen Pflanzen, die draußen im Kübel überwintern, brauchen Sie dreierlei: einen möglichst sonnigen Platz, einen guten Windschutz sowie Kälteschutz für die Wurzeln der Pflanze. Dafür können Sie Stoffe aus Flies, Jute oder Matten aus Weide oder Schilf nutzen. Vor direktem Bodenfrost schützen Untersetzer aus Holz. Ein einfaches Brett tut es ebenfalls.

Auch im Winter brauchen die Pflanzen Wasser. Achten Sie darauf, dass die gesamte Pflanze nicht zu nass wird, denn die Feuchtigkeit trocknet im Winter schlecht. Dauerhafte Nässe kann Ihren Pflanzen schaden und Schädlinge anlocken. Pflanzen wie Fuchsien oder Strauchmargeriten werfen im Winter alle Blätter ab. Sie treiben im Frühjahr aber ganz sicher wieder neu aus. Im Garten eingepflanzte blättertragende Pflanzen wie Kirschlorbeer, Buchsbaum, Rhododendron, Ilex und Bambus dunsten durch ihre Blätter Feuchtigkeit aus. An frostfreien Tagen empfiehlt es sich diese Pflanzen zu gießen.

Nach den Eisheiligen im Mai, den letzten frostfreien Tagen, können die winterfest gemachten Pflanzen wieder ins Freie gebracht werden. Wir wünschen Ihnen viel Freude.

Gartenpflege Folge 7: Teichpflege im Herbst

Ein Teich ist die Perle in jedem Garten. Damit er auch in der nächsten Saison glitzert und schillert, sollte er gerade jetzt im Herbst poliert bzw. gepflegt werden.

Das erste Augenmerk dabei gilt den Pflanzen im Wasser: Da sich die meisten von ihnen zur kalten Jahreszeit ohnehin in Überwinterungsorgane zurückziehen, schneidet man ihre oberflächennahen Triebe zurück oder entfernt wie bei Seerosen alle gelben Blätter. Damit wird verhindert, dass die abgestorbenen Pflanzenteile sich am Teichboden sammeln und dort allmählich zu Faulschlamm werden, aus dem für Fische und andere Tiere giftige Gase entweichen.

Außerdem sollte man nun, da die Bäume ihre Blätter verlieren, einen zu hohen Laubeintrag verhindern. Bei kleinen Teichen empfiehlt sich dafür ein Netz, das man über das Wasser spannt. Steht kein Netz zur Verfügung oder ist der Teich zu groß, hilft nur Abkeschern. Bei der Gelegenheit ist es sinnvoll, nicht nur Laub, sondern auch über den Sommer gewachsene Algenteppiche „einzufangen“. Denn mit sinkenden Temperaturen verwandelt sich auch ihre absterbende Biomasse in Faulschlamm, da die zersetzenden Mikroorganismen im Teichwasser nun nicht mehr so aktiv sind.

Auch Pflanzen der Sumpf-, Flachwasser- und Uferzone wie Schilf, Binsen oder Zyperngräser können nun zurückgeschnitten werden. Dabei sollte man rund 20 Zentimeter stehen lassen – so friert der Uferbereich später nicht so schnell zu, die Belüftung des Teichwassers bleibt erhalten. Das Schnittgut zudem nicht sofort auf den Kompost geben, sondern bis zum Frühjahr in einer geschützten Gartenecke lagern – Insekten, die jetzt einen Unterschlupf für den Winter suchen, werden sich freuen.

Befinden sich Fische im Teich, sollten sie, so sie gefüttert werden, bei Temperaturen unter 10 Grad Celcius keine Nahrung mehr erhalten. Denn zu Futterreste am Boden würden erneut zum Faulgasproblem führen. Ohnehin ist bei mäßigem Fischbesatz und einer funktionierenden Wasserbiologie eine Fütterung oft gar nicht notwendig.

Ein weiterer Punkt: Die Wassermenge im Teich. Über den Sommer dürfte sie gesunken sein, sodass man nun nachfüllen muss. Verwendet man hierfür Wasser aus einem Brunnen, darf der Nitratgehalt, den man mit einem handelsüblichen Set testen kann, nicht zu hoch sein – eine Algenblüte wäre die Folge. Als Alternative bietet sich Leitungswasser an.

Und schließlich holt man vor den ersten Frösten Teichtechnik wie Pumpen und Filter aus dem Teich, um sie zu warten und frostfrei zu lagern.

Natürlich unterstützen wir Sie sehr gern bei all diesen Arbeiten. Sprechen Sie uns einfach an!

Gartenpflege Folge 5: Pflanzenschnitt

Eigentlich gelten ja der Frühling und der Herbst als klassische Jahreszeiten für den Pflanzenschnitt. Doch auch im Hochsommer lohnt es sich, die Garten- oder Heckenschere zu zücken. So sind viele Hecken mit ihrem Längenwachstum fertig und treiben nun zur Seite aus. Ein Formschnitt verhindert, dass sie zu groß werden. Doch Achtung: Aus Gründen des Vogelschutzes ist von März bis September nur erlaubt, Hecken schonend an den Rändern und nicht radikal zurückzuschneiden. In jedem Fall schadet es nicht, sich vorher zu vergewissern, ob es in der jeweiligen Hecke gefiederte „Untermieter“ gibt – und im Fall der Fälle auf einen Form- und Pflegeschnitt zu verzichten-

Bei einer Reihe von Obstgehölzen wie Süß- und Sauerkirsche, Pflaume, Zwetschge, Pfirsich oder der frühsommertragenden Himbeere ist der Sommer ebenfalls die ideale Schnittzeit, um das Fruchtholz vital zu halten. Vitalität ist auch das Stichwort bei Rosen: Das Entfernen verblühter Pflanzenteile erhält die Blühfähigkeit, bei mehrfach blühenden Arten führt es gar zu einer zweiten und dritten Blüte.

Auch bei Hortensien und Rhododendren empfiehlt es sich, alte Blütenstände wegzuschneiden, ebenso bei Rankpflanzen wie Blauregen – oder vielen Sommerstauden: Werden etwa Lupine, Rittersporn, Frauenmantel oder Flammenblumen stark eingekürzt, ist eine zweite Blüte möglich. Zudem haben die beiden zuletzt genannten, aber auch die Akelei im Hochsommer bereits Samenkapseln gebildet. Schon deswegen sollten sie beschnitten werden, um eine unkontrollierte Verbreitung im Garten zu verhindern – zumal die Sämlinge meist ganz anders aussehen als die Mutterpflanzen.

Ein weiterer Grund für den Einsatz der Gartenschere: Die Pflanzengesundheit. So sind etwa Indianernesseln anfällig für Mehltau, Knäuelglockenblumen für Glockenblumenrost. Das Zurückschneiden abgestorbener Pflanzenteile verringert das Krankheitsrisiko.

Sollten Sie in Sachen Pflanzenschnitt Unterstützung brauchen – sprechen Sie uns gern an!

Gartenpflege Folge 4: Richtig Rasen mähen

Ein Rasenteppich. Dicht, grün, saftig. Für viele gehört das zu einem Traumgarten einfach dazu. Doch ein schöner Rasen entsteht nicht von allein. Eine Maßnahme: Regelmäßiges Rasenmähen. Dabei gelten einige Grundregeln:

Das Messer des Mähers sollte nicht zu stumpf sein – also mindestens einmal pro Jahr schleifen.

Ungefähr alle sieben Tage mähen, damit sich die Gräser gut verzweigen. In der starken Wachstumsphase im Mai und Juni kann es auch zwei Mal pro Woche sein, bei schwächerem Wachstum im Herbst dafür seltener.

Die optimale Schnitthöhe beträgt rund vier Zentimeter. Bei sehr trockener Witterung, in schattigen Gartenbereichen oder im Herbst sind eher fünf Zentimeter geeignet.

Aber: Nicht zu viel auf einmal abschneiden! Orientierung bietet die sogenannte „Drittel-Regel“. Diese besagt, nie mehr als ein Drittel der aktuellen Wuchshöhe abzumähen, um die Gräser nicht zu stark zu beanspruchen. Ein Beispiel: Wird der Rasen auf vier Zentimeter heruntergeschnitten, sollte er nicht höher als sechs Zentimeter gewachsen sein. Das wiederum heißt: Ist der Rasen mal über Gebühr geschossen, etwa nach einem längeren Urlaub, empfiehlt es sich, ihn in mehreren Schritten wieder auf die optimale Höhe herunterzuschneiden und dem Grün dazwischen jeweils ein, zwei Tage Erholung gönnen. Also zum Beispiel so: Von 15 auf zehn Zentimeter herunterschneiden. Pause. Von zwölf auf acht Zentimeter. Pause. Und so weiter.

Desweiteren gilt: Nicht bei nassem Rasen mähen. Denn dann sind die Halme nicht gleichmäßig aufgerichtet und werden nicht einheitlich geschnitten. Außerdem verklumpt das Schnittgut und vor allem schwere Rasenmäher laufen Gefahr, bei durchnässtem Boden einzusinken.

Und schließlich: Böschungen immer quer zum Gefälle mähen. Das gewährleistet nicht nur einen gleichmäßigen Schnitt, sondern dient auch der eigenen Sicherheit.

Natürlich übernehmen wir sehr gern das Rasenmähen für Sie – sprechen Sie uns einfach an!

Gartenpflege Folge 3: Unkraut bekämpfen

„Schöne Blumen wachsen langsam, nur das Unkraut hat es eilig“, soll schon William Shakespeare bemerkt haben. Gerade in den vergangenen Wochen machten sich in so manchem Beet Gräser, Giersch oder Löwenzahn breit. Doch wie wird man die ungebetenen Gäste wieder los?

Chemische Hilfsmittel wie Glyphosat sind nicht zu empfehlen. Denn die sind nicht nur schlecht fürs Unkraut, sondern auch andere Pflanzen, Tiere und das Grundwasser.

Stattdessen muss die Gärtnerin oder der Gärtner wohl oder übel selbst ran. Gründliches Jäten hilft immer, muss aber regelmäßig erfolgen. Sei es, indem man es von Hand herauszupft. Oder indem man eine Hacke oder eine Schuffel zu Hilfe nimmt: Mit ihnen lassen sich die Wurzeln zertrennen, weswegen das herausgearbeitete Unkraut im Beet verbleiben kann – es vertrocknet anschließend. Bei tief und verzweigt wurzelnden Quälgeistern wie Giersch oder Quecke sollte jedoch so viel wie möglich aus der Erde, weil die Wurzelreste sonst neu austreiben.

Um zu verhindern, dass sich Unkräuter an unbepflanzten Stellen ansiedeln, kann man dort mulchen. Hierfür eignet sich Rindenmulch, aber auch Rasenschnitt. Alternativ lässt sich auch Unkrautvlies verwenden. In jedem Fall sollte vorher jedoch ein Langzeitdünger, etwa Hornspäne, aufgebracht werden. Immergrüne Bodendecker wie Storchschnabel, Efeu, Kleinblättriges Immergrün oder Gelbe Elfenblume helfen ebenfalls dabei, Unkraut in Schach zu halten.

Zugewucherte Gehwegfugen kann man mit Fugenkratzern wieder befreien, auch heißes Wasser funktioniert zumindest kurzfristig. Bei großflächigen Einsätzen empfiehlt sich eine thermische Bekämpfung, im Volksmund auch bekannt als „Abflammen“. Dies sollte aber nur von Profis mit entsprechendem Equipment durchgeführt werden.

Wer wenig Zeit für all diese Arbeiten hat, sollte wenigstens versuchen, die Blüten von Unkräutern zu entfernen, um ihre Vermehrung einzuschränken. Oder Sie melden sich einfach bei uns – wir helfen sehr gern!

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