Pflanze des Monats (3/19): Tulpe

„Narzissus und die Tulipan die ziehen sich viel schöner an, als Salomonis Seide.“ Bereits Paul Gerhardt beschrieb die allseits beliebte Tulpe in ihrer schönen Pracht. Die Pflanze aus der Gattung der Liliengewächse war über Jahrhunderte eine Blume des Adels. Selbst Sultan Ahmed III, der 1703-1730 über das osmanische Reich regierte, importierte die artenreiche Frühlingsblume, um sie in seinen Palastgärten zu genießen. Und haben Sie mal etwas von der Tulpenmanie gehört? In der holländischen Aristokratie wurde die Pflanze so beliebt, dass die Preise extrem anstiegen: bis zu 10.000 Gulden wurden für eine Zwiebel gezahlt! Die Tulpe wurde zum Spekulationsobjekt an den Börsen in Westeuropa, bis 1637 der Markt zusammenbrach.

 

Doch was macht die Blume mit den glockenförmigen Blüten so beliebt? Gegen Ende des 16. Jahrhunderts entstand in Holland eine Hochburg der Tulpenzucht – viele neue Sorten wurden auf den Markt gebracht. Die Farbpalette erweiterte sich und die beliebte geflammte Musterung einiger Arten wurde entdeckt, die auf eine Viruserkrankung zurückzuführen ist. Aus Wildtulpen wurden Gartentulpen gezüchtet, von denen viele heute Ihre Gärten und Häuser schmücken.

 

Im Frühjahr brauchen die Tulpen viel Feuchtigkeit. Im Sommer hingegen eher trockenen Boden mit einem pH-Wert von 6,5 – 7. Sie wachsen optimal in sonnigen Beeten mit lockerem Boden. Kleinere botanische Tulpen wachsen auch auf Steinbeeten – fragen Sie Ihren Gartenzauberer, um die perfekte Tulpenart für die Voraussetzungen in Ihrem Garten zu finden. Es gibt sehr robuste botanische Arten, die Ihren Garten für viele Jahre wie den Palastgarten eines Sultans erstrahlen lassen.

 

Frühlingshafte Grüße von Ihrem Gartenzauberwerk.

Der Krokus

Nach tristen oft ungemütlichen Wintermonaten zeigt uns der Krokus die ersten Anzeichen des Frühlings. Da Krokusse seit langer Zeit intensiv gärtnerisch bearbeitet wurden und sich die Frühblüher selbst vermehren und verwildern, können selbst Spezialisten kaum noch die vielen Sorten unterscheiden. Die Anzahl botanischer Krokusse wird zwischen 80-120 geschätzt. Wilde Krokusse kommen ausschließlich in den gemäßigten Breiten Europas und Asiens sowie in Nordafrika vor. Interessant ist, dass in Deutschland zwar vielerorts die schönen Blüten in freier Natur wachsen, diese sind aber nahezu ausschließlich auf Anpflanzungen und daraus resultierender Verwilderung zurückzuführen. Wenn Sie die bunten Blüten an einem schönen Ausflugsziel besuchen möchten, lohnen sich eine Wanderung über die Krokuswiesen im Naturschutzgebiet in Zavelstein (Baden-Württemberg) oder ein Spaziergang im Schlosspark von Husum.

 

Hier haben die Gartenzauberer zwar noch nicht ihre Magie spielen lassen, Ahnung von Krokussen haben sie aber allemal! Wenn Sie Ihren eigenen Garten mit den Frühblühern aus der Familie der Irisgewächse verschönern möchten, helfen wir Ihnen gerne dabei. Für die Gärtner und Gärtnerinnen unter Ihnen gibt es hier bereits ein paar Tipps: Krokusse fühlen sich am wohlsten an sonnigen Plätzen in Ihrem Garten mit durchlässigem, gerne auch sandigem oder steinigem, Boden. Staunässe führt dazu, dass die Knollen anfangen zu faulen. Zwischen September und Oktober ist die beste Zeit für die Pflanzung. Die einzelne Krokuspflanze blüht zwar normalerweise nur dreimal, da die Krokusse sich jedoch über Tochterzwiebeln selbst vermehren, ist oft keine Nachpflanzung nötig. Dafür ist besonders der Elfen-Krokus geeignet.

 

Wir wünschen Ihnen noch schöne letzte Wintertage – und halten Sie Ausschau nach den bunten Blüten in Ihrer Gegend!

 

Gruß und (Kro-)Kuss von Ihren Gartenzauberern

Pflanze des Monats (01/19): Schneeglöckchen

Schneeglöckchen Weißröckchen – weißer Blütenzauber im Winter

Auch bei uns in Deutschland ist mittlerweile die kalte Jahreszeit richtig eingetroffen. Der Boden ist gefroren, die Bäume sind kahl und verschiedener Ortes lässt sich sogar Schnee blicken. Da könnte man meinen, dass die Blütenwelt noch tief im Winterschlaf versunken ist… dabei können wir uns schon bald auf die ersten Frühlingsboten freuen! Bereits ab Februar kämpft sich das tapfere Schneeglöckchen (Galanthus nivalis) mit seinen spitzen Blättern durch den Schnee. Bei guten Bedingungen beginnt es kurz darauf mit der Blüte. Allen Witterungen zum Trotz schafft es diese kleine zarte Blume, als eine der ersten heimischen Blütenpflanzen des Jahres, die Wiesen und Gärten zum blühen zu bringen.

Schneeglöckchen bilden eine Gattung innerhalb der Familie der Amaryllisgewächse. Wenn sie am richtigen Standort wachsen, fühlt sich das Schneeglöckchen wohl genug, um über die Tochterzwiebeln schnell weitere Pflanzen auszubilden. Wenn Sie dies beachten, könnten Sie Jahr für Jahr mehr von den erstaunlich robusten Blüten in ihrem Garten begrüßen. Dabei sollten Sie darauf achten, dass Sie ein halbschattiges bis schattiges Plätzchen finden, sowie humusreichen und lockeren Boden. Auch ausreichende Bodenfeuchte ist wichtig. Der pH-Wert sollte möglichst alkalisch bis neutral sein. Wenn Sie Fragen rund um die Beschaffenheit Ihres Bodens haben, oder diesen verbessern möchten, helfen Ihnen unsere Gartenzauberer gerne!

Der erste Anblick der grünen Fühler, die sich durch dem winterkalten Boden kämpfen, und die zarten hängenden Blüten symbolisieren immer wieder den Anfang des neuen Jahres, des neuen Lebens, der erneut erwachenden Pflanzenwelt. Nach einer Erzählung verwandelte einst ein Engel fliegende Schneeflocken in Blumen, um den Menschen neue Hoffnung zu geben. Die Schneeglöckchen sind ein Zeichen dafür, dass gute Zeiten kommen werden – ob man nun daran glaubt oder nicht: Schneeglöckchen im eigenen Garten sind immer ein wundervoller Anblick!

Vögel füttern im Winter – Hilfe oder Gefahr für die Tiere?

Das Füttern von heimischen Vögeln in Winter ist ein wundervolles Naturerlebnis. Dabei muss jedoch auf einige Dinge geachtet werden, um den Vögeln nicht zu schaden. Dies haben Ihre Gartenzauberer in drei nützlichen Tipps für Sie zusammengefasst:

1.) Standort: Bringen Sie ihre Futterstelle an einem Ort an, welcher nicht von anderen Wildtieren erreichbar ist. Katzen freuen sich über die fressenden Vögel und auch andere freilebende Tiere stehlen ihnen gerne das Futter. Am besten geeignet ist ein Ort in angemessener Höhe und geschützt zwischen Bäumen und Büschen. Achten Sie des Weiteren darauf, dass keine reflektierenden Glasscheiben in der Nähe sind, an welchen die Vögel sich verletzen können.

2.) Hygiene: Bei der Fütterung an einer eigenen Futterstelle ist auf die Sauberkeit des Vogelhauses und der Tränke zu achten. Salmonellen, Trichomonaden und andere Erreger können sich auch unter den Tieren verbreiten. Füttern Sie daher vorrangig im Winter, denn bei der Kälte haben die Bakterien weniger Chance sich zu verbreiten. Nutzen Sie außerdem Futterspender oder Futtersilos, in denen die Tiere nicht umherlaufen können. So verschmutzen sie das Wasser und Futter nicht mit ihrem eigenen Kot. Zudem bleibt das Futter in einer solchen Vorrichtung länger haltbar, es sollte nicht nass werden oder verrotten. Reinigen Sie Ihre Futterstelle regelmäßig und entfernen Sie auch verdorbenes Futter am Boden, denn dies kann Ratten anziehen.

3.) Futter: Bei dem Futter muss natürlich darauf geachtet werden, welche Vögel Ihren Garten besuchen. Als Basis eignen sich Sonnenblumenkerne, denn die werden von allen Vögeln gerne gefressen. Haben Sie Meisen, Finken oder Sperlinge im Garten können sie zusätzlich Körner und Nüsse unter das Futter mischen. Rotkehlchen, Amseln, Heckenbraunellen, Drosseln oder Zaunkönigen freuen sich über Weichfutter, beispielsweise Haferflocken und Kleie, aber auch Obst. Brot und salzige Nahrung ist schädlich für die Tiere.

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